Heute morgen bei strömendem Regen zum Nordbahnhof gelaufen. Zwei Briefe in der Tasche. Aber kein Briefkasten, zumindest nicht an der Invalidenstraße. Zum (Bahnhof)” target=”_self”>Friedrichstraße gefahren, Umsteigen in die Stadtbahn. Die perfekte Lage für einen Briefkasten: Das Zwischengeschoß, auf welchem die Rolltreppen zusammentreffen. Jedoch, man ahnt es: Nix Briefkasten. Weiter bis zur (Bahnhof)” target=”_self”>Friedrichstraße gefahren, Umsteigen in die Stadtbahn. Die perfekte Lage für einen Briefkasten: Das Zwischengeschoß, auf welchem die Rolltreppen zusammentreffen. Jedoch, man ahnt es: Nix Briefkasten. Weiter bis zur Büro angekommen, zwei Briefe in der Tasche und so’n Hals…
Würde zu gern wissen, wer wann zugestimmt hat, daß es dem früheren Sondervermögen des Bundes gestattet wurde, den Service im Monopolbereich so weit einzuschränken, daß es letztlich zur AG mutieren und “Kapitalmarktfähigkeit“ erlangen konnte. Daß es zu einer Investoren-freundliche “Opportunity” wurde.
Und weswegen? Damit el Ex-Cheffe, der Herr sieht gerade seinem Prozeß wegen Steuerhinterziehung entgegen [Link 1; Link 2; Link 3; Link 4], seinen Wunschtraum von der Schaffung des größten Logistikers aller Zeiten verwirklichen konnte? Was dabei herauskommt, heißt u. a. DHL und hat in den USA Milliarden von Euronen [Tagesschau-Video] versenkt. Die unter anderem damit verdient werden, daß Briefkästen abgebaut und Servicezeiten eingeschränkt werden.
Am Hamburger Hauptbahnhof gab es einmal ein Postamt, welches 24 / 7 praktizierte. Wenn man freundlich fragte, bekam man dort sogar morgens um 1.30 Uhr noch den Stempel des Vortages. Wer einmal eine Hausarbeit im Zivilrecht mit Abgabefrist auf den letzten Drücker geschrieben hat, weiß dies wirklich zu schätzen. Und die Berliner Rohrpostämter hatten von 7-22 Uhr geöffnet – war ja aber ein veraltete Technik.
In den 1990er war DHL der beste Kurierservice weltweit, professioneller noch als Fedex oder gar UPS. Kostspielig, aber man konnte DHL die wirklich wichtigen Dinge bedenkenlos anvertrauen. Und heute? Fährt die Post damit Paket aus. Was für’n Abstieg der Marke…
Wir leben in der Hauptstadt der drittgrößten Wirtschaftsnation der Erde. Und in der Innenstadt muß man nach Briefkästen suchen. Mann, wie habe ich die gegeelten Kuttenträger satt.




Malte
20. November 2008
10:33 Uhr
Aber an der Friedrichstraße gibt es doch Briefkästen (unter der Brücke http: / / maps.google.com / maps?f=q&hl=de&geocode=&q=berlin&sll=37.0625,-95.677068&sspn=49.891082,79.101563&ie=UTF8&ll=52.51989,13.388439&spn=0.000295,0.000603&t=h&z=21) und ggü. eine Postfiliale, sogar mit Bankservice. Ich glaube die haben auch bis 22:00 auf!
Stefan
20. November 2008
10:44 Uhr
Eben – unter der Brücke. Und nicht dort, wo der Service für den Kunden sinnvoll wäre. Das En-passant-Einwerfen eines Briefes ist wohl ein Relikt der Vergangenheit.
Wenn dann das Porto für die aufgebürdete Extra-Latscherei wenigsten noch günstig wäre… Ist es aber nicht, denn wer seine vom Ego getriebenen Übersee-Abenteuer finanzieren muß, hält die Preise im Monopolbereich gern auf Weltklasseniveau. Der Deckungsbeitrag muß astronomisch sein…