Artikel-Schlagworte: „Berlin“

Aus der Kategorie U-Bahnzüge in Berlin von Nico

25. März 2009

Rote U-Bahnzüge in Berlin?

Gelb ist seit jeher die Farbe der BVG in Berlin. Mal mit Orangestich, in jüngerer Zeit leicht ins Neongelb gehend. Und nun rot?

sat-1-rote-u-bahn-alexanderplatz.jpg

Gestern stand auf den ungenutzem Bahnsteig der „U10“ ein roter Zug der Baureihe F74 – die ältesten zurzeit auf den Breitprofillinien im Einsatz befindliche Baureihe. Wer uns auf Twitter folgt, hat gestern Abend schon das erste Twitpic sehen können.

Dahinter verbargen sich die Dreharbeiten zu einem Sat.1-Werbespot für Fußball. Die rote Lackierung war wohl nur aufgeklebt und heute morgen war alles wieder weg. Auf den Seiten der roten U-Bahn stand neben dem Sat.1-Ball-Logo „Mehr Tore“. Vielleicht schaut ja jemand Sat.1 und kann berichten, wenn der Spot live geht.

Aus der Kategorie Hotels, Pensionen & Übernachten von Stefan

9. März 2009

Hotels, in denen wir nicht mehr schlafen wollen (1): Hotel Agon am Alexanderplatz

Es gibt Momente, in denen einem in Sekundenbruchteilen Erkenntnis zuteil wird, die das restliche Leben beeinflußt:


  • – der Krieg ist verloren,

  • – sie ist nicht die Frau für’s Leben und

  • – ich werde mit knurrenden Magen meinen Trolley durch die weite Tristesse der neuen sozialistischen Stadt schleppen.


Da waren sie wieder – meine Frühstücksbuffetfreunde: Tischabfallbehälter, Einzelportiönchen Butter, die ohne Fettfinger nicht aus ihrer Verpackung zu befreien sind, kleine – mit Folie verschlossene – Plastikbehälter, die wahlweise Nußcreme, Diätmarmelade oder Streichirgendwaswurst oder -käse enthalten.

In meiner letzten REM-Phase an diesem Sonntag morgen träumte ich noch von “fluffige Ost-Schrippe meets südtiroler Marillen-Marmelade”. Das war vielleicht etwas viel verlangt und ich hätte mich sicherlich auf Kirschmarmelade herunterhandeln lassen, wäre die Schrippe non-negotiable item gewesen. War sie leider jedoch nicht.

Abgerundet wurde mein Eindruck noch durch das Teewasser aus dem Samowar – die barometrische Höhenformel kann ich nicht mehr aus dem Stehgreif ableiten, aber Wasser kocht m.W. nach in Berlin bei 100 Grad Celsius – und die leckeren Früchtetees, die dort plaziert waren, wo der aus dem Koffer lebende Berufsnomade normalerweise Darjeeling oder Assam vermutet.

Fazit:

Bevor ich mich mit einer Flasche Pennerglück in den nächsten Park zu Hase und Igel begebe, würde ich dem Agon noch ein zweite Chance geben. Aber ausschließlich dann.

Denn für 64 EUR pro Nacht erwarte ich deutlich mehr.

Adresse:

Hotel Agon am Alexanderplatz
Mollstraße 4
10178 Berlin