Wie gutes Sushi handwerklich und frisch zubereitet schmeckt, haben wir letzte Woche im Aiko am U-Bahnhof Rosenthaler Platz genossen. Heute waren wir wieder entlang der U8 auf der Suche nach Sushi. Gespeist haben wir in unserem Büro. Das Sushi kam aus dem Reichelt (Hersteller: Sishu).
Reichelt? Ja. Wir sind konsequent und testen jedes Sushi an der U-Bahnline U8. Auch im Reichelt. Auch im Alexa. Dort im Keller lächelt einem das Sushi direkt und aggressiv am Eingang zwischen Salat und fertig schnittenem Obst entgegen. Nur die Preise lächeln nicht – sie grinsen.
OK. Wir haben es gewagt. Auf “Sushi Tray Ayko” fiel unsere Wahl. Für nur 6,99 €. Ca. 0,01 € billiger als manches Sushi-Menü im Restaurant. Hoffentlich schlägt sich das nicht im Geschmack nieder.
Im Büro angekommen und nach ersten Fotografien im Rohzustand wollten wir und voller Erwartungen (nein, keine positiven) über das Sushi hermachen. Doch wie? Stäbchen? Fehlanzeige. Vielleicht lagen sie beim Reichelt in der Kühltruhe. Aber welcher Sushi-Lieferservice verwöhnte Mensch denkt an sowas? Wir werden es also mit der Gabel probieren. Wir sind hart.
Nächster Schritt: Ingwer auspacken. Oder besser gesagt die “Ingwerzubereitung”, wie es auf der Packung steht. Ganze 5 g wurden uns gegönnt. Damit kann man die Spitze der Gabel oder die Hohlräume der hinteren beiden Zahnreihen füllen. Aber nicht beides zusammen. Wir sind fair und teilen durch zwei.
Danach das Wasabi. Nein, die “Wasabizubereitung”. Hier werden uns satte 2,5 g gegönnt. Farblich eher etwas zu gelb, leicht ins senfartige gehend.
Reichelt (im Alexa)
Grunerstraße 20
10179 Berlin
Aber jetzt der Hauptgang:
das Sushi. 4 Maki, 4 Nigiri, 3 eckige Inside-Out-Rollen. Stefan gab mir vorher einen Zettel um meine Spontanen Gefühle aufzuschreiben: Geschmacklos. Klebrig. Kaugummi. Sauer. Trocken. Komisch fischiger Nachgeschmack. Außer Reis kein Geschmack.
Wie wird man den Geschmack wieder los? Schwierig. Er setzt sich zwischen den Zähnen fest. Klebt an der Zunge. Und im Hals. Jetzt erst mal eine Cola-Light zum Neutralisieren. Und nächstes Mal wieder ins Restaurant.
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