Am Donnerstagmorgen wurde in Nürnberg einer 54-jährige Frau von der vollautomatischen, führerlosen U-Bahnlinie U3 erfasst und getötet. Einen technischen Defekt oder ein Fehlverhalten der automatischen U-Bahn wurde laut Merkur ausgeschlossen. Auch mit einer herkömmlichen U-Bahn mit Fahrer wäre ein rechtzeitiges Bremsen nicht mehr möglich gewesen.
Die U-Bahnlinie U3 wurde als erste führerlose U-Bahn Deutschlands im Juni eröffnet. Sie wird von Fahrzeugen der Baureihe DT3 betrieben. Da der Führerstand fehlt, können die Fahrgäste während der Fahrt direkt aus der Kabine in den Tunnel blicken.
Im Gegensatz zu der Métro Paris auf der vollautomatischen Métrolinie 14 wurde bei der U-Bahn in Nürnberg auf Glasscheiben an den Bahnsteigen verzichtet. Diese öffnen sich nur, wenn der Zug eingefahren ist und an der korrekten Position steht. Somit ist es unmöglich, dass die Fahrgäste auf die U-Bahngleise gelangen.
In Berlin gab es den führerlosen Betrieb auch schon: Ende der 80er Jahre wurde auf einer Teilstrecke der heutigen U2 die Berliner M-Bahn betrieben. Dies war eine automatische Magnetschwebebahn, die allerdings aufgrund der Wende wieder abgeschafft und durch die U-Bahn ersetzt wurde. Auch diese hatte Glastüren an den Bahnsteigen, wie in diesem Video schön zu sehen ist:
Via Hamburg-Traffic-Blog, Bahnerforum
Quellen: Wikipedia, merkur-online



